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Personal Branding Blog

Robert Habeck und Authentizität

Inhaltsverzeichnis

Warum haben die Grünen die Wahl verloren?

Dieser Frage geht die Dokumentation „Jetzt.Wohin.“ von Lars Jessen nach.

Ich war bei der Hamburg-Premiere dabei und finde diese Frage aus Personal Branding Sicht viel spannender: 

Welche Rolle spielte Authentizität dabei?

Hamburg-Premiere von„Jetzt.Wohin.“ als Momentaufnahme des Wahlkampfs

Was bereits innerhalb der ersten Minuten der Dokumentation klar wird:

Der Film wird keine vollständigen Antworten geben, denn die Protagonisten drehen sich im eigenen Saft.

Schnell wird unterschwellig eine Erklärung geliefert: Andere waren auf Social Media einfach stärker.

Wichtiger Punkt, doch, zu viele blinde Flecke werden nicht angegangen, z.B.

warum war nicht der Mut da, eine Kampagne einzustampfen und neu auszurichten, als die Social Media Performance spürbar nachließ?

An dieser Stelle kommt Authentizität ins Spiel.

Authentizität entscheidet über Erfolg

Warum ist es nicht gelungen, die den Wahlkampf beherrschenden Themen Sicherheit & Migration zu besetzen?

Meine Analyse: Weil sich Robert Habeck darin nicht glaubwürdig genug vorkam und an der vorgefertigten Kampagne festhielt.

Was hat dies mit Personal Branding auf LinkedIn zu tun? 

Vor dieser Herausforderung, andere Meinungen als die eigene vertreten zu müssen, stehen alle Führungskräfte öfter im Laufe ihrer Karriere.

Da stellt sich die zentrale Frage:

Wie vertrittst du eine neue Story glaubwürdig, auch wenn sie nicht die eigene ist und mobilisierst die Zielgruppe zum Handeln?

Authentizität am Arbeitsplatz wird oft falsch verstanden

Authentizität am Arbeitsplatz führt leider oft zu Missverständnissen.

Authentizität heißt nicht, an der eigenen Meinung festhalten zu müssen. Dann bleibt man in sich selbst gefangen. Robert Habeck hat mehrfach gezeigt, dass Lernen für ihn dazugehört. Warum im Wahlkampf nicht?

Authentizität heißt, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.

Im Job ist es essentiell, Verantwortung für die eigene Rolle anzuerkennen und dementsprechend die Erwartungshaltung von Zielgruppen und Stakeholdern mit zu berücksichtigen.

Genau das wurde im Wahlkampf versäumt.

Obwohl die Kampagne auf Zuhören (Küchentischgespräche) aufgebaut war, fand dieses Zuhören und das für Wähler so wichtige Signal „Wir haben verstanden“ am Ende nicht mehr statt.

Zuhören verschafft Zeit, um neue Antworten zu finden. In der Führung ebenso wie im politischen Raum.

Wir kennen das Ende der Geschichte.

Authentizität und Führung: Erkenntnisse aus Robert Habecks Wahlkampf

Was sich daraus lernen lässt:

  • Du willst Menschen bewegen und beeinflussen – Ohne tägliche Social Media Präsenz geht gar nichts mehr, gilt auch für LinkedIn.

  • Wenn eine Kampagne sichtbar nicht mehr performt, einstampfen, neu ausrichten und so lange iterativ optimieren, bis die KPIs wieder stimmen. 

  • Authentizität hält nicht gefangen, sondern ermöglicht Wachstum – auch wenn sich neue Herangehensweisen erstmal unauthentisch anfühlen.


„Ich will nicht glauben, dass Leute belogen werden wollen. Dann können wir den Laden doch dicht machen, wenn wir nur Leute wählen, die uns das Bequemste versprechen, um am Tag danach zu sagen: Wir machen das Gegenteil von dem, was wir gesagt haben.“
sagt Habeck am Anfang des Films. Für mich war das der stärkste Satz.

  • Authentizität ist nicht gleichzusetzen mit Haltung. Robert Habeck hatte beides.

Wer jetzt den moralischen Kompass verliert und Dinge übernimmt, die er vorher ausgeschlossen hat, wird gleichgültig und bestechlich. Das bemerken auch die Wähler.

Willst du in deiner Rolle mehr Authentizität wagen und erfolgreich einen authentischen Führungsstil etablieren?